Über mich

Lehren und begleiten — mit ganzem Herzen.

Als Religionslehrerin und Schulseelsorgerin am Neuen Gymnasium Rüsselsheim begleitet Dr. Jutta Fehr Schülerinnen und Schüler nicht nur im Unterricht — sondern in dem, was sie wirklich bewegt.

Porträtfoto Dr. Jutta Fehr

Werdegang

Von Freiburg nach Rüsselsheim — ein konsequenter Weg.

utta Fehr wuchs in Freiburg im Breisgau auf und machte dort ihr Abitur an der Max-Weber-Schule. Anschließend studierte sie Religionspädagogik an der Evangelischen Fachhochschule Freiburg — mit Schwerpunkten in schulischer Religionspädagogik und Seelsorge/Diakonie. Schon ihre Diplomarbeit zeigte die Richtung: Sie beschäftigte sich mit dem pädagogischen Umgang mit Scheidungskindern in der Grundschule — sensibel, praxisnah, zugewandt. 2000 schloss sie das Studium mit der Note 1,6 ab.

Die ersten Jahre im Schuldienst führten sie über das August-Ruf-Bildungszentrum in Ettenheim an die Leibniz-Schule in Offenbach, wo sie von 2004 bis 2008 als Religionslehrerin tätig war. In dieser Zeit wuchs das Interesse, Schulseelsorge praktisch zu vertiefen. Hierzu absolvierte sie den Weiterbildungskurs Schulseelsorge der Evangelischen Kirche von Hessen und Nassau. Schon damals war sie davon überzeugt, dass Schule mehr ist als Wissensvermittlung — und dass Seelsorge genau dort gebraucht wird, wo junge Menschen wirklich sind.

Seit 2008 ist Jutta Fehr Lehrerin und Schulseelsorgerin am Neuen Gymnasium Rüsselsheim im Auftrag der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau. 2012 wurde ihr Engagement für interreligiöse Toleranz mit dem Toleranzpreis des Kreises Groß-Gerau ausgezeichnet. 2020 promovierte sie an der Universität Hildesheim zum Dr. phil. — mit einem Thema, das ihre gesamte Arbeit bündelt: Online-Schulseelsorge als zeitgemäße Glaubens- und Lebensbegleitung junger Menschen.

In der Praxis

Wo aus Theorie Alltag wird.

Das Schulseelsorge-Angebot steht allen Schülerinnen und Schülern offen. Der Religionsunterricht stellt oft eine Brücke dar, um mich anzusprechen.

Am Neuen Gymnasium Rüsselsheim verbinden sich Religionsunterricht und Schulseelsorge. Der Schulalltag von Dr. Jutta Fehr besteht aus beidem: dem geregelten Unterricht in Religion — und dem, was zwischen den Stunden, vor dem Unterricht oder am Ende eines schweren Tages passiert. Die offene Tür der Schulseelsorge ist kein theoretisches Konzept, sondern gelebte Praxis: Schülerinnen und Schüler, die kurz vorbeischauen, Lehrkräfte, die einen Rat suchen, akute Situationen, in denen jemand schnell da sein muss.

Das Gymnasium unterstützt diese Doppelrolle ausdrücklich und schafft die Rahmenbedingungen, die Schulseelsorge im 21. Jahrhundert braucht — von der Einbindung ins Krisenteam über das Angebot von Einzelgesprächen, der Weiterbildung von Streitschlichter/innen sowie der Mitwirkung bei Klassenaktionstagen zur Förderung der Sozialkompetenz im Klassenraum. Ohne diese Unterstützung wäre vieles nicht möglich, was heute Selbstverständlichkeit ist.

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Stationen

Wesentliche Eckpunkte.

  1. 2000

    Diplom-Religionspädagogin (FH)

    Evangelische Fachhochschule Freiburg, Schwerpunkte Schulische Religionspädagogik und Seelsorge. Diplomarbeit über den pädagogischen Umgang mit Scheidungskindern. Abschluss mit Auszeichnung.

  2. 2008

    Lehrerin und Schulseelsorgerin, Neues Gymnasium Rüsselsheim

    Seither tätig im Auftrag der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau — im Religionsunterricht und in der seelsorgerlichen Begleitung der gesamten Schulgemeinschaft.

  3. 2012

    Toleranzpreis des Kreises Groß-Gerau

    Auszeichnung für herausragende Aktivitäten im Bereich der interreligiösen Toleranz und interkulturellen Vermittlung zwischen jungen Menschen.

  4. 2020

    Promotion Dr. phil., Universität Hildesheim (cum laude)

    Dissertation: „Vernetzt leben und lernen — Chancen, Möglichkeiten und Grenzen von Online-Schulseelsorge als postmoderne Lebens- und Glaubensbegleitung im Schulleben."

Haltung

Was mich trägt.

Dr. Jutta Fehr ist Lehrerin — und das mit Leib und Seele. Für sie ist Unterrichten kein Beruf, den man ausübt, und Seelsorge kein Zusatzauftrag, den man erfüllt. Beides ist Berufung: das echte Interesse daran, was Kinder und Jugendliche beschäftigt, was sie trägt und was sie belastet. Diese Haltung zieht sich durch alles — durch den Religionsunterricht, die seelsorgerlichen Gespräche, die Vernetzung mit Kolleginnen und Kollegen und die wissenschaftliche Arbeit.

Dabei geht es ihr nicht darum, Antworten zu geben — sondern Räume zu öffnen. Räume, in denen junge Menschen gehört werden, in denen Fragen willkommen sind und Glaube nicht verordnet, sondern erlebt werden kann. Das Wohlbefinden junger Menschen ist für sie keine Nebensache, sondern der Kern: eine Mission, die Unterricht, Seelsorge und Forschung zusammenhält.

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